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Dichromatisches Verfahren

Verfahren zur Messung der Absorption, welches gestattet, Störeinflüsse durch die abwechselnde Erfassung des Absorptionsmasses bei zwei verschiedenen Wellenlängen zu eliminieren.

Bei der Absorptionsmessung im kontinuierlichen Strom können verschiedene Störeinflüsse auftreten, denen angepasste Verfahren aus dem Sigrist-Sortiment entgegenwirken: das Differenzmessverfahren kompensiert die Auswirkungen der Reflexionsverluste an den Messzellenfenstern, die Absorption des Lösungsmittels oder die Fensterverschmutzung; die Freifallmesszelle löst das Problem durch Abwesenheit jeglichen Kontaktes der Flüssigkeit mit Fenstern. Das dichromatische Verfahren gestattet es, nicht nur diese Störungen, sondern auch Veränderungen in der Messflüssigkeit selbst zu kompensieren. So haben z.B. veränderliche Trübung, Luftblasen oder andere absorbierende Substanzen keinen Einfluss auf den Messwert.

Dies wird dadurch erreicht, dass man die gleiche Probe abwechselnd mit Licht zweier verschiedener Wellenlängen misst. Die "Messwellenlänge" muss an einer Stelle des Spektrums liegen, an der die gesuchte Substanz absorbiert, und die "Vergleichswellenlänge" an einer Stelle, an der sie nicht absorbiert. In dem in der Abbildung dargestellten Beispiel erfolgt die Messung der Farbe von Wasser bei 390 nm und die Referenzmessung bei 650 nm. Die erste Wellenlänge erfasst die Summe der Absorptionen (Total) der Farbe und der Trübung, während die zweite nur diejenige der Trübung misst (30 ppm Sio2). Eine elektronische Auswerteeinheit berechnet die Färbung (50 HAZEN) durch Subtraktion. Der Trübungswert kann ebenfalls als zweites Messresultat ausgegeben werden.

Dichromatisches Verfahren.

Farbmessung (Bier)
Farbmessung (Wasser)