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Bierfiltration

Wesentliche Verfahrensstufe in der Bierbrauerei, bei der Haltbarkeit und Aussehen, die sogenannte Glanzfeinheit, sichergestellt werden. Die kontinuierliche Überwachung der Filtration ist von grosser Wichtigkeit, da nach diesem letzten Behandlungsschritt unmittelbar die Abfüllung folgt, und das Bier die Brauerei in kurzer Zeit verlässt.

Haltbarkeit und Glanzfeinheit werden durch die Gegenwart von Eiweiss/Gerbstoff-Kolloiden sowie Hefezellen und Filterhilfsstoffpartikeln beeinträchtigt. Alle diese Stoffe verursachen Streulicht und sind deshalb der photometrischen Trübungsmessung zugänglich.

Sigrist rüstet seit nunmehr 70 Jahren Filtrationsanlagen mit Trübungsmessgeräten aus. Anfänglich fand die Messung ausschliesslich unter dem Streuwinkel von 90° statt. Es hat sich dann herausgestellt, dass bei diesem Winkel die Eiweiss/Gerbstoff-Kolloide den grössten Teil des Streulichts verursachen. Die Hefezellen und Filterhilfsstoffe hingegen streuen wegen ihrer grösseren Korngrösse wesentlich stärker vorwärts, also unter einem kleineren Streuwinkel. Sigrist hat deshalb ein kombiniertes Zweiwinkelgerät entwickelt, das die Trübung abwechselnd bei 90° und 25° erfasst und kontinuierlich zwei Messwerte ausgibt (Zweiwinkelmessung). Damit steht dem Anwender ein Mittel zur Verfügung, die Art der trübungsverursachenden Komponenten zu unterscheiden und spezifische Massnahmen zu ergreifen.

Dank der Farbkompensation lassen sich alle Sig­rist-Trübungsmessgeräte sowohl für helle als auch dunkle Biere verwenden. EBC (Farbe).

Verlauf Kieselgurfiltration
Abb. 5: Verlauf Kieselgurfiltration

Abbildung 5 zeigt den typischen Verlauf einer Kieselgurfiltration. Typisch und gut ist das Verhältnis von 90°/25° von ≤ 2/1. In der Mitte der Filtration ist ein «harter» Tankwechsel erkennbar der zu einem Druckstoss und insbesondere erhöhtem 25° Trübungswert geführt hat.

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