en Glossar

Jubiläumsstory Teil 2

75 Jahre SIGRIST: Teil II:

Die innovative Flimmerspiegeltechnologie

Die erste Innovation aus dem Hause SIGRIST war die Entwicklung der Flimmerspiegeltechnologie. Sie ermöglichte ein langzeitstabiles Gerät für die präzise Trübungsmessung zur kontinuierlichen Überwachung der Bierfiltration.

Seit der Gründung der SIGRIST-PHOTOMETER AG im Jahre 1946 ist der Name SIGRIST fest mit der Trübungsmessung in der Bierfiltration verbunden. Die ersten Geräte im Portfolio bildete die sogenannte UP-Serie, welche dann ab den 60er Jahren zusätzlich auch für die Trübungsmessung in der Trinkwasserüberwachung zum Einsatz kamen.

Die Flimmerspiegeltechnologie: Lösung für präzise und langzeitstabile Messwerte

principle of the oscillating mirror technology
Grafische Darstellung des Prinzips der Flimmerspiegeltechnologie
Zu jener Zeit stellte die Herstellung eines präzisen und langzeitstabilen Messgerätes eine grosse Herausforderung dar. Weder die Lichtquellen noch die optischen Detektoren oder Verstärker waren langzeitstabil. Die geniale Idee lag nun darin, mit Hilfe eines Flimmerspiegels den Lichtstrahl in zwei separate Strahlen aufzuteilen. Der eine Strahl wurde durch die Messzelle und dann zur Photozelle geleitet. Der zweite Strahl diente als Referenzstrahl und wurde vor der Photozelle mit Hilfe einer optischen Blende soweit abgedunkelt, dass die Lichtintensität derjenigen des Messstrahles entsprach. Auf Grund der Blendenposition konnte der Messwert bestimmt werden.
Test station for oscillating mirrors
Prüfstation der Flimmerspiegel. Jeder durchlief, vor dem endgültigen Einbau in das Gerät, einen dreimonatigen Test

Eine Alterung der Lichtquelle oder des Detektors wirkte auf beide Strahlen gleich und hatte somit keinen Einfluss auf das Messergebnis. Die Verstärker hatten nur die Aufgabe festzustellen, welcher der beiden Strahlen heller war und entsprechend die optische Blende nachzustellen. Dies war auch mit der damaligen Röhrentechnik zuverlässig möglich.

KTL 30 & KT3011 SO
Links: KTL 30 für die finale Qualitätssicherung im Labor Rechts: KT3011 SO für die Trübungsmessung im Bierbrauprozess

Als sich dann die Markt- und Technologiebedürfnisse veränderten, verabschiedete sich SIGRIST von der bestehenden Röhrentechnologie. Mit der Transistorisierung kamen dann ab 1980 die neuen K-Geräte hervor. Das „K“ steht für kompakt und stellt auch den wesentlichsten Unterschied zur UP-Serie dar. Die ganze Optik und Elektronik wurde derart verkleinert, dass das Gerät in einem charakteristischen grauen Rundgehäuse Platz fand. Die beiden Hauptgeräte waren das KT3011 SO für die Trübungsmessung im Bierbrauprozess und das KTL30 für die finale Qualitätssicherung im Labor. Beide Geräte verfügten über die zwei Messwinkeln 90° und 25°.

The SIGRIST turbidimeter CT3011 SO
Das SIGRIST Trübungsmessgerät CT3011 SO

Im Jahre 1997 wurden dann die K-Geräte durch die C-Gerätelinie ersetzt. Auch die C-Geräte wurden nach der sogenannten «Ein-Geräte-Philosophie» entwickelt. Dies bedeutete, dass das Basisgerät mit Optik und Elektronik bei allen Geräten weitgehend gleich war und die individuelle Anpassung an die Messaufgabe mit einem angepassten Messzellenansatz erfolgte. Durch den technischen Fortschritt speziell im Bereich der Mikrokontroller und Verstärker war es möglich, auf den sehr bewährten, aber teuren Flimmerspiegel zu verzichten. Bei der C-Serie wurde nach wie vor das Zweistrahlverfahren verwendet. Die Teilung des Lichtstrahles in einen Referenz- und einen Messstrahl wurde von einem teildurchlässigen Spiegel übernommen. Mit Hilfe einer Chopper-Scheibe (daher C-Serie) wurde das Licht abwechslungsweise durch den Mess- und Referenzkanal geführt. Erstmalig wurden absolute Lichtpegel gemessen. Diese Technik ermöglichte eine Erhöhung der Empfindlichkeit der Geräte um Faktor 10. Der Dynamikbereich konnte massiv vergrössert, so dass auf eine optische Messbereichsumschaltung verzichtet werden konnte. Die C-Geräte waren an den gekürzten Basisgeräten und den rostfreien Gehäusen erkennbar.

Sie haben den ersten Teil noch nicht gelesen? Kein Problem hier geht es direkt zum Artikel über die Geschichte unserer Firmengründung mit dem ersten Prozess-Photometer für die Bierfiltration.

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